Im Rahmen eines Pilotprojektes bekamen wir vor kurzem von einem größeren Unternehmen Daten für einen abgegrenzten Bereich geliefert, mit der Aufgabe, mal zu zeigen, wie man diese Daten mit PersonalBrain nutzbringend darstellen könne.
Eingangs spielte das Thema "Datenqualität" eine große Rolle und es wurde mehrfach die Sorgfalt bei der Datenerfassung und die große Bedeutung des Themas wie auch der gute Ruf des Unternehmens in Bezug auf Datenqualität hervorgehoben. Ich erwartete also viel...
Spannend war dann der Präsentationstermin: es zeigten sich schon bei "einfacher" Umsetzung der Daten in PB-Strukturen (lediglich ein Abbilden der in der Datenbank hinterlegten Relationen, jedoch zunächst keine weitergehende Auswertung, welche zur Bildung von Gedankenkategorien und Verbindungskategorien hätte führen können) etliche Vorteile gegenüber der bisherigen Verwaltung. Ein großes Plus aus meiner Sicht war die Schnellsuche, welche über ein "schlichtes" Eingabefeld letztlich die Suche nach verschiedensten Textfeldern ermöglichte – was oft nur über wesentlich komplexere Suchdialoge zu erreichen ist.
In den Daten "verborgen" waren in verschiedenen Feldern dann auch die Namen verschiedener Personen, die im zu untersuchenden Bereiche verschiedenen Funktionen inne hatten. Und in einer Darstellung hatte ich dann einen Zugang über die Namen der "Funktionsträger" vorgesehen, jeweils mit Kindgedanken, deren Namen bestanden aus dem Namen der Person und ihrer Funktion, so daß auch 1:n-Zuordnungen abgebildet werden konnten. Schon die Ansicht mit den untereinander stehenden Namen aller Personen war eine echte "Enthüllung": da gab es einen Karl-Wilhelm Meier, Karl--Wilhelm Meier, Karl Wilhelm Meier, Karl-W. Meier, Karl-Wilhelm Meyer etc. (Name ist fiktives Beispiel zur Illustration)
Offensichtlich gab es Probleme bei der Datenerfassung, so daß etliche falsche Schreibweisen zustande kamen. Ich war doch etwas überrascht, daß das noch ein solches Thema ist, es gibt ja viele Dienstanbieter für Adressbereinigungen etc., so daß ich vermutete, bei Unternehmen dieser Größenordnung würde man auf solche Herausforderungen nicht mehr stoßen. (Zugegebenermaßen waren die Personen aber nur ein "Nebenschauplatz", es stehen in dem gewählten Beispiel eigentlich andere Fragestellungen im Vordergrund, vielleicht hielt man das Namensthema nicht für relevant genug, um da größeren Aufwand zu treiben.)
Würde man PersonalBrain für die Dateneingabe benutzen, wäre dieses Problem zumindest zu vermeiden, die mit dem Erzeugen neuer Gedanken gekoppelte Schnellsuche würde ja nach Eingabe der ersten Buchstaben vorhandener Namen sofort eine Auswahlliste präsentieren, so daß man ggf. einfach Verknüpfungen zu vorhandenen Einträgen anlegen könnte. Angesichts des Datenvolumens etc. ist das im konkreten Fall (leider) keine Alternative.
Schön war, daß ich schon mit diesen "einfachen" Beispielen punkten konnte, denn hier waren ohne große Fehlersuche oder ähnliches, einfach durch die Extraktion von Daten und Darstellung in Brain-Strukturen, auf einmal Datenfehler völlig offensichtlich, die zuvor unbemerkt (weil "tief vergraben") waren.
Fazit: nichts geht über gute Eingabedialoge, am Besten schon mit integrierter Suchfunktion über vorhandene Feldwerte, so daß durch Unterstützung des Anwenders Plausibilität schon von Anfang an geschaffen werden kann. Natürlich soll die hier beschriebene "naive" Vorgehensweise jetzt nichts als Ansatz zur Prüfung der Plausibilität propagiert werden, das war nur ein interessanter und ungeplanter Nebeneffekt der Darstellung mit PersonalBrain.