PersonalBrain ist keine Mindmapping-Software!
Denn streng genommen widersprechen sich die Begriffe "Mindmapping" und Software eigentlich - nach Meinung der Puristen wird Mindmapping mit Papier gemacht! Insofern wäre die Verwendung der Begriffe "Business Mapping", "Digitales Mapping" oder auch "Assoziogramm" angebrachter.
Mindmapping ist nicht der ausschließliche Fokus von PersonalBrain, als "universeller Informations-Manager" schafft PersonalBrain im Grunde eine eigene Kategorie von Software. "Life-Mapping" oder "Dynamic Mapping" wären vielleicht passendere Titel.
Nachfolgend wollen wir verschiedene wesentliche Anforderungen normaler Mapping-Software betrachten und untersuchen, wie diese mit PersonalBrain umgesetzt werden können.
- Zentrales Thema in die Mitte.
In PersonalBrain ist das zentrale Thema der jeweils aktive Eintrag, der im Zentrum dargestellt wird. (Unterhalb der Elternelemente und über den Kindelementen bzw. "Gedanken" in der Brain-Terminologie.)
- Unterschiedliche Verbindungsformen. Herkömmliche Mapping-Programme bieten verschiedene Möglichkeiten, auch den Verlauf einzelner Verbindungslinien und das Design zu manipulieren. PersonalBrain bietet die Möglichkeit, einzelne Verbindungen bzgl. Linienstärke und Farbe anzupassen und eine Anmerkung zur Verbindung einzugeben (oder all dies in der Zuweisung einer Verbindungskategorie zusammenzufassen.)
- Frei stehender Text und Grafiken. Da ein Brain zahlreiche, verschiedene Themen gleichzeitig enthalten kann (der dynamische Fokus auf den jeweils aktiven Gedanken hilft ja, eine "saubere Sicht" nur des jeweils aktiven Gedanken zu bekommen) kann die "Umgebung" der Gedanken nicht so einfach "gestaltet" werden. Die beiden Ansätze erscheinen schwer vereinbar.
- Anmerkungen. Soll zu einem Gedanken in PersonalBrain vertiefender Text eingegeben werden, kann hierzu das Notizfenster benutzt werden.
- Verknüpfungen. Jedem einzelnen Gedanken können beliebig viele Verknüpfungen zu Dateien, Websites, Emails etc. hinzugefügt werden, um eine Verbindung zu anderen "Informationsträgern und -quellen" herzustellen.
- Grafisches Design. Die Farbe (Textfarbe oder Hintergrundfarbe) eines Gedankens in PersonalBrain kann (entweder individuell oder über Gedankenkategorien) angepasst werden. Ebenso kann einem Gedanken ein Symbol zugeordnet werden. (In der Normaldarstellung werden die Symbole aber auf eine einheitliche Größe gebracht, beim Überfahren mit der Maus werden sie ggf. vergrößert (Pro-Version).
- Beim Erarbeiten sehr umfangreicher Themen "leiden" übliche Maps oft unter starker "Verästelung", welche u.U. die Lesbarkeit stört oder Details außer Sichtweite rückt. Durch den dynamischen Fokus auf den jeweils aktiven Eintrag erlaubt PersonalBrain beliebigen Detaillierungsgrad. Weil in der normalen (auf 3 "Generationen" beschränkten) Darstellung die Gesamtübersicht verloren geht, hierfür verwendet man dann eher die "Erweiterte Ansicht".
- Mindmaps arbeiten "seitenorientiert", sind daher bzgl. Erweiterbarkeit und Verbindbarkeit eingeschränkt. Eignen sich somit nur zur Erkundung/Abhandlung eines Themas, während die Strukturen in PersonalBrain beliebige Vernetzung zulassen und daher auch themenübergreifende Abhängigkeiten und Beziehungen darstellen können.
Harlan Hugh, Erfinder der Konzepte und Chef-Entwickler sagt dazu: "Deswegen sieht ein Brain auch so ganz anders aus als eine normale Mindmap, weil es einem anderen Ansatz folgt: im Gegensatz zu einer Lösung, die basiert auf dem, was auf einem Stück Papier geschieht, geht es um das, was in Ihrem Kopf ist!" (siehe dazu: Interview mit Jerry Michalski und Harlan Hugh)
Die Eignung von PersonalBrain für's persönliche MindMapping muss man letzlich individuell beurteilen aufgrund der jeweiligen persönlichen Vorlieben und Anforderungen. Manche Anwender benutzen PersonalBrain intensiv auch für MindMapping, andere arbeiten mit Drittanwendungen, deren Dateien dann in PersonalBrain als Anlagen zum zentralen Thema zugeordnet werden. PersonalBrain schafft dann also eine "Meta-Ebene", einen größeren Rahmen, zur Einordnung und Verbindung all dieser Themen.
Weitere Ausprägungen von Assoziogrammen sind "Concept Maps", semantische Netze und Ontologien – in diesen Bereichen kann PersonalBrain durch seine Kernfeatures überzeugend punkten.
|